Weiterer Sieg zur Beruhigung der Nerven

Fußball-Kreisoberliga: Viktoria Einsiedel setzt sich im Mittelfeld fest

Von Mario Schmidt

Anfang April auf Platz neun, mit zwölf Punkten „Luft“ zum ersten Abstiegsplatz: Bei Viktoria Einsiedel ist die Fußball-Welt derzeit in Ordnung. Ein 2:1-Heimsieg am Sonntag in der Kreisoberliga gegen den SV Adorf trug zusätzlich zur Beruhigung der Nerven bei. Und Trainer Dieter Rechenberger hat beste Aussichten, seine Laufbahn im Juni mit einem erfreulichen Ergebnis zu beenden. „Nach 58 Jahren als Spieler und Trainer ist für mich nach dieser Saison definitiv Schluss. Im Verein weiß man darüber Bescheid“, sagt Rechenberger.

In Einsiedel habe es auch für diese Saison nur ein Ziel geben können: den Klassenerhalt – wenn möglich, schon zwei, drei Wochen vor dem letzten Spieltag. „Die Kreisoberliga ist unsere Champions League“, bemerkt der 66-Jährige. Da die spielerischen Möglichkeiten der Mannschaft limitiert sind, seien andere Qualitäten gefragt. „Bei uns wird Fußball gearbeitet. Wir müssen über Einsatz, Kampf und festen Zusammenhalt den Erfolg suchen“, erklärt Rechenberger.

Dies gelang beim 2:1 gegen Adorf. „Wir sind das eine Tor besser gewesen“, sagt der Routinier, der mit Grausen an das Duell der Hinrunde in Adorf denkt: „Dort haben wir beim 1:3 unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt, alle Tugenden vermissen lassen, die uns sonst auszeichnen.“ Trotz des großen Vorsprungs zur Abstiegszone traut er dem Frieden noch nicht ganz. „Vor dem Adorf-Spiel haben wir gesagt, dass wir noch sechs bis acht Punkte für den sicheren Klassenerhalt brauchen. Drei haben wir jetzt geholt“, sagt Rechenberger. Fehlen also noch drei bis fünf Zähler, damit der Trainer im Sommer mit einem Glücksgefühl aufhören kann.

Statistik: Einsiedel - Adorf 2:1 (1:1). Tore: 1:0 Grimmer (6./Strafstoß), 1:1 Rauschenbach (24.), 2:1 Hoffmann (47.)